Pünktlich zur Freeride- und Racesaison 2015 schmeißt Hackbrett das lang erwartete “Krokodil” alias Tom Dammans SpeedWeed ins große Becken. Und die Kreativabteilung bei Hackbrett hat sich da definitiv mal wieder das Hirn verrenkt, um was krasses auf die Straße zu bekommen. Während die Grundidee schon sehr lange existiert und in Form von Prototypen seit 3 Jahren um den Globus reist hats bis zur Serienreife etliche Zwischenschritte gebraucht. Wer Hackbrett kennt weiß, dass in Freiburg seit der ersten Stunde im Zusammenspiel von Know-How und Weiterentwicklung der Technologien, Bretter der extraklasse gebaut werden. Während das Innenleben ständig neue Standards im Business gesetzt hat, galt für Features lange der Grundsatz: „keep it simple“. „Das Schnelle“ hat schon 2014 massiv mit dem Grundsatz gebrochen und am „Krokodil 2015“ ist schon auf den ersten Blick rein gar nichts mehr simpel. Während „Das Schnelle“ als direktionale Downhillmaschine konzipiert wurde, bildet das Krokodil das kompromisslose Pendant im Freeridesektor. Ich war auf dem direktionalen Brett absolut zufrieden, aber wer verspielt fährt und viel Switch unterwegs ist, sehnt sich irgendwann nach dem Twin-Tip, dem die Richtung vollkommen wurscht ist. Und genau in die Lücke sticht das Krokodil. Alles wurscht quasi.

Setup: BEAR Precison Trucks, HAWGS Mini Zombies 84a, HAWGS Biggies 80a

 

Mit etwas kürzeren Wheelbaseoptionen (63, 66 und 69cm) und einer Gesamtlänge von 88 cm wurden die Technologie und die 3D Features in der Mitte von vorne nach hinten kopiert und leicht angepasst. Die Pockets sind mehr oder weniger kreisrund und umschließen jetzt sowohl Vorderfuß als auch Hinterfuß.

 

Vorteil: Egal wie rum, egal welcher Stand und egal welche Schuhgröße!

 

Die Füße stehen saugut in der Schüssel und alles ist irgendwie an seinem Platz. In der Tuck fungieren Drop und Pockets als Keile in denen die Füße intuitiv den Wohlfühlpunkt finden. Durch den unglaublichen Halt lassen sich schon bei wenig Speed die verrücktesten Slides auspacken, und spätestens beim Toeside wird jeder wissen wer eigentlich der ominöse Toewrapper ist. Die Kraftübertragung über den Kantendruck ist außerirdisch, dadurch wird das Brett feinstens reaktiv und will geführt werden. Kompromisslos und bis an die Grenze des Machbaren!

 

Im Vergleich zum Schnellen hat sich beim Testen das Bild ergeben, dass, durch die Reaktionsfreude und den Kantendruck neue/grippige Rollen beim Heizen noch mehr Grip aufbauen, während angefahrene und härtere Wheels deutlich smoother in den Slide gehen als beim Schnellen.

 

Fazit: Das Krokodil ist ein durch und durch geniales Brett mit High-End Features die auch wirklich ihre Funktion erfüllen! Als bissige Freeridewaffe konzipiert ist auch sonst alles möglich wenns nur bergab geht. Nur wer auf Nose und Tail steht kann lange suchen. Aber der Verzicht fällt sicher nicht schwer.

 

Wem wirds empfohlen: Allen Könnerstufen die beim Standup-Sliden und Freeriden noch nach dem perfektem Begleiter für fette Tage und kleine Sessions suchen und defintiv ihre Limits pushen wollen. Mehr geht nicht!

 

Spezialgebiet: technische Slides, mächtige Slides und Technischer Downhill/Freeride