Sodele, jetzt ist echt viel passiert seit dem letzten Eintrag den ich vom Gardasee aus geschickt habe. Nachdem wir am See die Zelte abgebrochen hatten ging es erst mal nach Brescia, wo ich die fetteste Bowl fand die ich je geskatet bin. Von dort aus ging es weiter nach Rimini wo eine weitere sehr nette Bowl wartete. Abgesehen vom Skaten muss man allerdings sagen, dass die Adria Küste echt ganzschön hässlich ist und zur Nebensaison auch noch wirkt wie eine einzige Geisterstadt. Jedoch hatte das ganze auch Vorteile, ansonsten hätten wir wohl nie die Beton Welle am Rande von Rimini gefunden, die mir einen unvergesslichen Abend mit den Locals bescherte. Das Ding wurde gebaut um seine Surf Skills zu verbessern und entspricht einer 1,50 m hohen Welle macht aber auch als nicht-Surfer richtig Spaß.


Die nächsten Tage ging es weiter nach unten im Stiefel Italiens mit dem Ziel Campo Imperatore, der nach Erzählungen eine der beeindruckensten Hochebenen Europas sein soll. Leider war die Straße wider Erwarten wegen Schnee gesperrt und wir hatten den Weg fast umsonst gemacht, wobei wir auf der Rückfahrt mit unglaublich schöner Landschaft belohnt wurden. Um wieder aus dem Stiefel raus zu kommen absolvierten wir ein kleines Kulturprogramm und schauten uns ein paar wunderschöne italienische Städte an, unter anderem Vinci (die Geburtsstadt von Leonardo da Vinci), Siena und San Gimignagno. Alle sehr zu empfehlen, wobei es in der Haupsaison glaube hart voll wird.


Nach den Kulturtagen war es mal wieder Zeit für Bewegung und wir begaben uns auf den Weg zum Bismantova, einem unglaublich beeindruckenden Sandsteinriegel in der Nähe von Parma, wo wir Besuch von Andi bekamen, einem meiner besten Kumpels. Und es darufhin beim Klettern eine Woche ordentlich krachen ließen. Da Andi leider nicht mehrere Monaten frei hat musste er dann wieder die Heimreise nach Aschaffenburg antreten und wir machten uns auf in Richtung Ardeche in Frankreich, natürlich nicht ohne eine abendliche Abfahrt in den französischen Alpen zu unternehmen.


Im Ardechtal angekommen sagten wir erst mal der DAV Gruppe aus Aschaffenburg Hallo und verbrachten bzw. sind noch dabei ein paar coole Tage beim Klettern und Chillen zu verbringen bevor wir uns in ein paar Tagen in Richtung Atlantik auf machen wo ich versuchen werde surfen zu lernen. Mal schauen wie ich mich anstelle, mein Resumee folgt im nächsten Bericht.