So und ab zum nächsten große Ziel: Der Norden! Aber bevor wir in die Länder der Fjorde, Seen, Elche und Trolle kommen mußten wir ja noch ein gutes Stück Weg überbrücken. Mit einem Zwischenstop in Aachen bei Rob und einem Weiteren bei guten Freunden in Hamburg und noch einer Kaffepause in Preetz, zu der wir von dem dort ansässigen Skateshop schon am Anfang der Reise eingeladen wurden, ging das ganz gut. Daraufhin tätigten wir noch einen fetten Hamster-Lebensmittel-Kauf, da die Preise im Norden ja bekanntlich teurer werden.

20160719_213712

Ein paar Stunden später kamen wir entspannt in Dänemark an, wo sich die Landschaft dann auch schon langsam zu verändern begann. Nach einer Nacht auf einem wunderschönen Bauernhof machten wir uns auf eine längere Etappe auf um rüber nach Schweden zu kommen und ich muß sagen, die Brücke, die seit zwei Jahren Dänemark und Schweden verbindet kann einiges! Leider regnete es und uns wurde die Aussicht genommen…

12

In Schweden angekommen mussten wir erst einmal feststellen, dass unser Navi alle europäischen Länder drauf hat außer Schweden und Norwegen. Aber alles halb so schlimm, Sabine meinte eh das wir uns Göteborg anschauen sollten und das taten wir dann auch und das findet man auch ohne Navi und mobiles Internet. Dort deckten wir uns mit Kartenmaterial für die Weiterfahrt ein und schön oldschool unterwegs mit Karte und Atlas hat auch was muß ich sagen. Anders hätten wir sicher viele schöne Orte und Straßen nicht gefunden. Die Nächte in Schweden verbrachten wir wirklich alle am Wasser, was oft wirklich Bilderbuchcharakter hatte.

Von wegen Bilderbuch: Was natürlich nicht fehlen durfte war ein Abstecher zu den Drehorten der Astrid Lindgren Filme, und so besuchten wir den Hof von Michel und wanderten tagsdarauf in dem Wald in dem „Ronja Räubertochter“ gedreht wurde.

Nach weiteren Tagen in der Natur und verrückten Straßen (zur Erklärung warum verrückt: Jede zweite Landstraße in Schweden ist aus Schotter und man darf 70 km/h fahren und das machen die Schweden auch! Man hat ununterbrochen den Eindruck man ist mitten in der Schweden-Ralley, aber Spaß macht es ja schon irgendwie…) beschlossen wir uns noch ein Highlight zu gönnen bevor wir uns nach Norwegen begeben wollten. So begaben wir uns auf eine Elch-Ranch, wo wir endlich mal einen Eindruck davon bekamen wie riesig die in echt sind.

Tags drauf schauten wir uns noch den Grenzwasserfall zwischen Norwegen und Schweden an und dann ging es in das Land wo ich schon immer mal hin wollte! Und meine Erwartungen wurden am ersten Tag schon erfüllt und an allen weiteren immer wieder übertroffen.

20160719_214921

Das Land ist der Wahnsinn und wenn man es richtig anstellt auch gar nicht mal so teuer! Wir orientierten uns an einer Reiseroute aus dem Norwegen-Führer meiner Eltern aus dem Jahr 1968, was im Nachhinein perfekt war, da ich jetzt die super Rundreise für einen Skate Trip habe. Zum Skaten selber bin ich nur einmal gekommen weil es leider wirklich fast täglich regnete, aber das hat der Schönheit des Landes keinen Abbruch getan.

Wie schon geschrieben fanden wir jeden Tag Straßen wo ich am liebsten sofort aus dem Bus gehüpft wäre, aber die Bedingungen ließen es nicht zu… wenn man am Anfang der Straße immer 10% oder des öfteren auch 12% Schilder sieht wird man als Downhillskater halt auch mit den vielen Reisebussen dort und der nassen Straßen leicht nervös was nach der nächsten Kurve wohl wartet.

Nach diesen wunderschönen, wenn auch verregneten Tagen, in denen ich mir schwor hier noch mal mit Freunden zum Skaten wieder zu kommen beschlossen wir (da das Wetter keine Besserung versprach und das Geld durch die Reparatur am Anfang langsam zur Neige ging) uns eine Fähre zu schnappen und uns Richtung Heimat zu begeben. Und hier der Tipp an alle Norwegen Reisenden: Die Idee spontan zur Ferienzeit auf ne Fahre zu wollen ist richtig blöd! Das heißt Wartezeiten von vier Tagen und dann nur zu Preisen die sich die meisten von uns nicht leisten können. Deshalb ging es wieder nach Schweden und über die Brücke, die hat immer offen und ist nicht so teuer.

Die nächsten Tage werden wir damit verbringen unser neues Zuhause Aschaffenburg anzusteuern, aber das kommt dann mit dem Resümee und den Daten der Reise im Abschlussbericht. Grüße und bis bald.

20160719_215810